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Abschlussfeier der Kaufmännischen Berufsschule

Die diesjährige Abschlussfeier für die 130 Schülerinnen und Schüler, die ihre kaufmännische Ausbildung am Beruflichen Schulzentrum in Wangen (BSW) erfolgreich absolviert haben, stand trotz der widrigen Corona-Umstände unter einem guten Stern. Die beachtlichen Leistungen und   Ergebnisse wurden belohnt mit guten Zeugnisnoten, vielen Belobigungen und Preisen. Auch wenn die geplante große Abschlussfeier wegen vier Corona-Verdachtsfälle kurzfristig abgesagt werden musste, waren die vielen kleineren Feiern im Rahmen der Klassengemeinschaften für die allermeisten Schülerinnen und Schüler wie der krönende Abschluss ihrer 3-jährigen kaufmännischen Ausbildung. Die Stimmung war jedenfalls sehr gelöst und gut.

Großartiges geleistet

„Sie haben Großartiges geleistet!“ Schulleiter Patrick Well brachte mit diesen lobenden Worten seinen tiefen Respekt vor den Schülern zum Ausdruck. Trotz der schwierigen und oftmals widrigen Umstände sei es ihnen gelungen, ihr Ausbildungsziel mit guten und teilweise hervorragenden Leitungen zu erreichen. Die Probleme des zurückliegenden Corona-Schuljahres hätten natürlich ihre Spuren hinterlassen: Da gab es im Online-Unterricht immer wieder Schwierigkeiten mit dem Internet; der ständige Wechsel zwischen Präsenz-, Hybrid- oder Fernunterricht stellte viele vor große Herausforderungen. Hinzu kam die schwierige Situation in manchen Ausbildungsbetrieben. Dennoch: Zwei SchülerInnen konnten mit der Note 1,0 als Schulbeste ihre Ausbildungszeit krönen: Selina Stirm ( KI 3 a) und Carmen Lau ( KI 3 c). Drei SchülerInnen bekamen wegen ihrer besonderen Leistungen den Leonhardt & Spöri-Preis verliehen: Sina  Umlauf ( KE 3 b), Christian Jussen (KG 3) und Selina Stirm (KI 3 a).

 Aufregung und Verwirrung

Einige Aufregung und Verwirrung gab es im Vorfeld zu der geplanten größeren Abschlussfeier, zu der zunächst auch die Eltern und Ausbilder aus den Betrieben eingeladen waren. Diese mussten aber kurzfristig am Vortag wieder ausgeladen werden, da am Donnerstagmorgen vier BSW-Schüler bei den Schnelltests positiv auf Corona getestet wurden. Was sich allerdings tags darauf beim PCR-Test als Fehlanzeige herausstellte.

Unterschiedliche Erfahrungen der SchülerInnen im „Corona-Schuljahr“

„Wie habt ihr dieses Schuljahr erlebt?“ Auf meine Frage an die SchülerInnen fielen die Antworten völlig unterschiedlich aus. Besonders die guten und schon etwas älteren SchülerInnen erlebten dieses Schuljahr als wenig herausfordernd. Für manche war es sogar vorteilhaft, zu Hause im „Home-Schooling“ lernen zu können: „Wir konnten uns besser konzentrieren, waren wenig abgelenkt und hatten mehr Zeit zum Lernen.“ Andere hingegen – und dies waren insbesondere die jüngeren und schwächeren SchülerInnen – haben sehr unter dieser Coronazeit gelitten. „Wir waren froh, als endlich der Präsenzunterricht wieder begann. Zu Hause im Fernunterricht war es langweilig, wir haben wenig gelernt, waren müde,  antriebslos und oftmals von allem überfordert.“

Abteilungsleitern Sylvia Mauch bedankte sich bei ihren Schülern für die zurückliegende „coole Zeit“. Das Stimmungsbarometer war zwar zeitweise coronabedingt auf dem Tiefpunkt, und die Prüfungszeit war eher gedämpft. Die Industrie-, Großhandels-, Bank- und Einzelhandelskaufleute hielten jedoch tapfer durch, und haben diese schwierige Zeit gemeistert. Für die schwächeren SchülerInnen ging es insbesondere darum, nicht „abgehängt“ zu werden.

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Bei der Preisverleihung zugegen (von links): Sina Umlauf (KE 3 b), Christian Jussen (KG 3), Sylvia Mauch (Leiterin kaufmännische Ausbildung), Patrick Well (Schulleiter BSW), Carmen Lau (KI 3 c), Teresa Halder (Ausbildungsleiterin Firma Waldner) und Selina Stirm ( (KI 3 a).

 

Mit einem Zitat aus dem Kinderbuch „Vielleicht“ gab Schulleiter Patrick Well den Prüfungsabsolventen seine guten Wünsche mit auf ihren Weg in die berufliche und private Zukunft: „Wohin Du auch gehst, nimm Deine Hoffnungen mit, pack Deine Träume ein, und vergiss niemals- auf Reisen werden Entdeckungen gemacht.“

Fazit nach einem Schuljahr mit Corona

Trotz all der widrigen Umstände im vergangenen „Corona-Schuljahr“ kann man – wie es auch Patrick Well es als „positive Bilanz“ feststellt- wohl folgendes Fazit ziehen: Die SchülerInnen sind im digitalen Zeitalter angekommen, und gehen gut vorbereitet ihrer beruflichen Zukunft entgegen.

                                                                                              Edgar Rohmert